Schullandheime mit Profil

Der ehrenamtlich geführte Verein SWU entwickelte für jedes Haus einen thematischen Schwerpunkt, der inhaltlich an den Lehrplänen ausgerichtet ist. Die Klassen können frei vom engen Zeitkorsett eines Schulvormittags aktiv und forschend tätig werden, lernen gleichsam spielerisch und handelnd vor Ort – also Lernen außerhalb der Schule. Durch Erlebnis und hohe Motivation werden Lerninhalte nachhaltig verinnerlicht. Dabei entdecken die Kinder und Jugendlichen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, gewinnen Kompetenzen im fachlichen und sozialen Bereich.

 

Ansprechpartner geben Planungshilfen

Oft trauen sich junge Lehrkräfte nicht, mit ihrer Klasse in ein Schullandheim zu fahren – zu viel ist unklar und an Erfahrung mangelt es. Deshalb gibt es in jedem Schulamtsbezirk in Unterfranken erfahrene –> Ansprechpartner, die in Fragen der Organisation oder Auswahl geeigneter Schullandheime beratend zur Seite stehen.

 

Symposien

Standortbestimmung und in die Zukunft gerichtet – so könnte man prägnant die Zielsetzung der Symposien des Schullandheimwerkes Unterfranken beschreiben. Vertreter aus der Politik, Schulaufsicht, Lehrerverbänden, Lehrerbildung und ehrenamtlich aktive Mitglieder treffen sich, um durch Impulse aus aktuellen gesellschaftlichen und pädagogischen Strömungen die Schullandheimpädagogik weiter zu entwickeln.
Nach Grundsatzreferaten werden in verschiedenen Arbeitsgruppen methodische Bausteine dazu erprobt, die dann nicht nur bei einem Schullandheimaufenthalt, sondern auch im Schulalltag umgesetzt werden können
Traditionell ist auch der Schirmherr des SWU, der amtierende Regierungspräsident von Unterfranken mit einem Grußwort dabei.

Insgesamt fanden bereits 23 Symposien statt, jedesmal mit interessanten Themen,

Hier eine Auswahl, z.B.:

  • Der politische Stellenwert der Schullandheimarbeit (anlässlich des 25-jährigen Bestehens des SWU)
  • Schullandheimpädagogik hat viele Gesichter – Impulse aus alternativen Schulformen
  • Vom Gänseblümchen zur Mondrakete – Methode der Projektarbeit
  • Hätt´ich´s doch bloß eher gewagt – soziale und künstlerische Erziehung im Schullandheim
  • Praktikable Umwelterziehung – neue Türen öffnen durch fächerübergreifendes Arbeiten
  • Wir wAGEN DAs 21. Jahrhundert – Umweltbildung im Zeichen der Nachhaltigkeit
  • Methoden lernen – Schullandheim als schulergänzender Lernort
  • Geographie und Geologie
  • Sport und gesunde Ernährung
  • Hör mal – die Wiederentdeckung eines Unterrichtsprinzips
  • Wasser erleben – Nachhaltigkeit lernen
  • Von der Gruppe zum Team – Erlebnispädagogik im Schullandheim
  • LTTA – Lernen durch die Künste
  • Null Bock auf Natur? – TU WAS!

Im Oktober 2019 fand zum 17. mal ein Symposium in Hobbach statt.
Anlass war das 10-jährige Bestehen des TeamParks, entsprechend gewählt das Thema „Mut tut gut!“.
Die Teilnehmer (4 Lehrerseminare) konnten in der Praxis ausprobieren, was es für einen persönlich bedeutet, Mut zu fassen oder zugesprochen zu bekommen. Unterstützung und Halt aus der Gruppe und Toleranz bzw. Akzeptanz persönlicher Stärken und Schwächen macht eine funktionierende Gruppe aus. Gerade die Entwicklung einer Sozialkompetenz ist in den Schulen eine zunehmend wichtige erzieherische Aufgabe.

 

 

Heimbeiräte, Arbeitsgemeinschaften und Fachpersonal

In jedem Schullandheim des SWU gibt es einen Heimbeirat, der sich um das pädagogische Angebot und die Ausstattung des jeweiligen Hauses kümmert. Der Beirat ist mit Vertretern aus der Lehrerschaft und des Trägers besetzt und trifft sich in der Regel ein bis zwei Mal pro Jahr.

Bei der Entwicklung des inhaltlichen Schwerpunkt-Angebotes in den Häusern fanden sich Lehrkräfte in Arbeitsgemeinschaften zusammen, um praxistaugliche Unterrichtsmodule zu erstellen und zu evaluieren. Inzwischen begleiten pädagogische Fachkräfte Schulklassen bei ihren Aufenthalten:

Hobbach: Hermann Bürgin (Umweltzentrum, Wasserschule),
Barbara Vormwald und Karl Jessberger (TeamPark)

Bauersberg: Dr. Andrea Schmitt und Daniela Kessler (Wasserschule, Studienhaus Geographie und Geologie)

Thüringer Hütte: Christiane Jakob-Seufert (Energie und Schöpfung)

In den anderen Häusern stehen qualifizierte externe Fachkräfte zur Verfügung:

Reichmannshausen: Forst-Diplomingenieur (FH) vom Forstamt Ebrach

Leinach: Daniela Scheuren (Theater), Thomas Biechele-Kusch (Umweltpädagogik), Daniel Stümpfig (Filmwerkstatt)

Rappershausen: Im Radsportzentrum Rappershausen trifft sich eine Schulart übergreifende Arbeitsgemeinschaft regelmäßig. Unter Leitung von Nicole Bähr (Gymnasium Münnerstadt), Nachfolgerin des langjährigen AG-Leiters Andreas Hagedorn, kümmert sie sich um eine gute Ausschilderung der Radwege, die Auswahl neuer Streckenführung, den technisch einwandfreien Zustand der MTBs und Entwickung / Ergänzung des Modul-Angebotes.